"Weg zur Form. Die Zinngießertradition der Familie Wiedamann"

26. November 2016 bis 06. Januar 2017

 

Die Regensburger Zinngießerwerkstatt Wiedamann blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Firma wurde 1821 gegründet und war bis Anfang der 1980er Jahre von Bestand. Der damals zur Werkstatt gehörige Laden existiert bis heute in der Brückstraße 4 in Regensburg.

Internationale Anerkennung wurde dem alteingesessenen Familienbetrieb vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts zuteil. Eugen Wiedamann (1873 – 1954) bot nicht nur die üblichen Becher, Kannen, Teller und Platten an, sondern erfüllte mit seinen Objekten den Anspruch des gehobenen Kunsthandwerks. Wie bereits in anderen Materialbereichen – etwa Glas, Keramik und Silber – sollten nach seiner Anschauung auch im Zinnhandwerk moderne Gestaltungsprinzipien Einzug halten. So präsentierte er zusammen mit dem Künstler und Architekten Christian Metzger (1874 – 1942) auf der Oberpfälzischen Kreisausstellung 1910 einige Zinnobjekte, die in ihrer stilistischen Gestaltung dem Münchner Jugendstil zuzuordnen sind.

Im Jahr 1911 besuchte Eugen Wiedamann den zehnten Meisterkurs des Bayerischen Gewerbemuseums Nürnberg unter der Leitung des bekannten Kunstgewerbelehrers Friedrich Adler (1878 – 1942), der nachfolgend Judaica im floralen Jugendstil entwickelte, die Wiedamann in seiner Werkstatt ausführte sowie auf der Deutschen Werkbundausstellung 1914 in Köln erstmals präsentierte.

1929 fand die Zinngießerei in Wolfgang von Wersin (1882 – 1976) wiederum einen Kunstgewerbler, der sich mit seinen Entwürfen ganz der Neuen Sachlichkeit verschrieben hatte. Der wiederum durch Richard Wiedamann sen. (1905 - 1969) erzielte Grand Prix bei der Internationalen Ausstellung in Paris 1937 und auch die bei den Triennalen in Mailand 1937 und 1940 erhaltenen Ehrendiplome bestätigten noch Jahrzehnte später diesen um 1900 eingeschlagenen Kurs. Anhand ausgesuchter Stücke, den dazugehörigen Entwurfszeichnungen sowie einiger Gussformen sollen die gestalterische Metamorphose jenes Regensburger Kunsthandwerkbetriebes gewürdigt werden.

 

Mit dieser Ausstellung gratuliert das Historische Museum, in Kooperation mit dem Regensburger Kunst- und Gewerbeverein, zum 195-jährigen Firmenjubiläum.

 

Ausstellungsdauer: 26. November 2016 bis 6. Januar 2017

 

 

parallel zur Ausstellung "Susu Gorth"

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 12 - 18 Uhr

geschlossen am 24./25. und 26.12.2016 sowie am 31.12.2016 und 1.1.2017, am 6.1.2017 ist unsere Ausstellung geöffnet

 

Fotos: Wolfram Schmidt

 

 

Das besondere Geschenk:

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Eintrittspreise

Eintritt: 3,- Euro
Ermäßigt: 1,50 Euro (für Schüler, Studenten und Senioren)
Mitglieder haben freien Eintritt.

Öffnungszeiten Ausstellung

Dienstag - Sonntag von 12 bis 18 Uhr

Kunst- und Gewerbeverein e.V. - Zitate unserer Mitglieder
Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V. - Ludwigstr. 6 - 93047 Regensburg - Tel.: 0941/58160
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