"Bild-Findung / Bild-Erfindung" Gisela Griem - Johanna Obermüller - Wolfram Schmidt

10.01. - 09.02.2020

Ausstellungsdauer: 11. Januar bis 9. Februar 2020
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr

Wir laden Sie und Ihre Begleitung zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 10. Januar um 19.00 Uhr herzlich ein.

Begrüßung: Dr. Georg J. Haber, 1. Vorsitzender Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V.
Einführung: Tony Kobler, Sprecher i.V. des Kunst- und Ausstellungsausschusses des KuGVR
Am Samstag, den 18. Jan. und 01. Febr. jeweils um 15 Uhr, Führungen durch die drei Aussteller*innen persönlich.
Die Volkshochschule Regensburg bietet in Kooperation mit dem Kunst- und Gewerbeverein Führungen durch die Ausstellung am Samstag 18.01. und 08.02. um 11.00 Uhr an. Anmeldung und Information: Tel. 0941-507 2433 (www.vhs-regensburg.de)

Bild - Findung
Bild - Erfindung
Addition - Reduktion
Linie - Fläche
Imagination - Transformation
Chaos - Ordnung
Der suchende Blick von Gisela Griem bleibt an Bäumen, sowie an unterschiedlichen
Pflanzenformen hängen, an Wasseroberflächen, die sich im Licht verändern.
Ein anderer Blick, der Blick von Wolfram Schmidt, sieht das Gestrüpp, die bizarren
Wurzeln, eine schon veränderte Natur – nicht die Natur, wie sie wächst sondern, wie
sie vergeht, sich zersetzt. Thema ist das Wachsen und Vergehen der Flora in der Natur.
Diese beiden Künstler finden die „Bilder„: Bild – Findung. Die Natur als Ausgangspunkt
für die eigentliche Arbeit, die Umwandlung und Umformung.
Den umgekehrten Weg geht Johanna Obermüller. Sie erfindet die „Bilder„: Bild –
Erfindung. Johanna Obermüller geht von der Vorstellung aus, die sie im Kopf abgespeichert
hat und beschäftigt sich nicht mit dem „Statischen„ sondern dem „Dynamischen„,
mit dem, was sich fortwährend ändert, der Fauna in der Natur. Tiere und
Menschen kommen als Endergebnis heraus.
Bei der Bild – Findung steht das Foto am Anfang. Peu á peu wird daraus ein Holzschnitt
oder ein Linolschnitt. Oder das Foto wird analysiert, nach Mustern abgesucht,
transformiert und collagiert.
Bei der Bild – Erfindung steht im Anfang die Linie. Mit der digitalen Linie wird experimentiert
und die Ergebnisse lassen sich mit keinem anderen Medium wiederholen.
Wenn schon der Kosmos für uns undurchschaubar ist und je mehr wir wissen, um
so unübersichtlicher und unverständlicher wird, desto mehr wächst das Bedürfnis,
Ordnungssysteme zu finden oder zu erfinden, die stimmig sind und die wir halbwegs
verstehen. Aus den unendlich vielen Möglichkeiten des Machens soll das Eine entstehen,
das uns gefangen nimmt, uns überwältigt.
Der schmale Grat, auf dem das Kunst-Machen balanciert, liegt zwischen Zufall und
Berechnung. Die Berechnung bringt Klarheit und kann kalt und langweilig sein. Der
Zufall bringt die Komplexität, aber auch das Chaos.