GOK – Große Ostbayerische Kunstausstellung 2024

12.04. - 19.05.2024

Wir laden Sie und Ihre Begleitung zur Eröffnung der Ausstellung

am Freitag, 12. April um 19.00 Uhr herzlich ein.

Einladungskarte

Begrüßungen durch:

Dr. Georg J. Haber - 1. Vorsitzender Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V.

Schirmherr Wolfgang Dersch - Kulturreferent der Stadt Regensburg

Georg Tassev - 1. Vorsitzender des BBK Niederbayern / Oberpfalz e.V.

 

„GOK – Große Ostbayerische Kunstausstellung 2024“

13. April bis 19. Mai 2024

Führungen VHS:  21. April und 12. Mai 2024 – 14.00 Uhr 

 

Mit freundlicher Unterstützung:

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Stadt Regensburg / Kulturreferat,

Landkreis Regensburg und Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V.


Vorwort zur „Großen Ostbayerischen Kunstausstellung 2024“

Wieder mal ist ein Jahr so schnell vergangen und es hat sich einiges verändert. Die bequeme SituaJon, dass alles so weiter läuL wie gehabt ist nicht mehr so selbstverständlich, wie es mal war oder wie man sich wünschen würde. Die finanzielle Grundlage unserer Gesellschaft ist aus vielerlei Gründen in eine Schieflage geraten. Das Wort Rente, aus der Sicht des Künstlers, will ich gar nicht mal in den Mund nehmen. Mit all dem hängen aber Kunst und Kultur in einer engen Kausalität zusammen. Nach dem Ende des „Kalten Krieges“ begann eine stille und fast unbemerkte Umverteilung, die auch die Rolle und den Wert der Kunst nicht verschont hat. Und jetzt wieder, diesmal ein echter Krieg! Dieser Krieg in unmi[elbarer Nähe involviert uns, zumindest aus demokratischen und solidarischen Gründen betrachtet, in erheblichem Maß. Was macht das mit uns? Wir als Kunstschaffende haben keine Waffen? Eine Feststellung hinter die ich ein deutliches Fragezeichen setze. Oder vielleicht doch welche, die zwar keine Menschen töten (glücklicherweise), aber scharf gegen Diktaturen und menschenfeindliche Systeme ausgerichtet sind. Trotz der enormen kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung der Kunst stehen viele Künstlerinnen und Künstler oft vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Sie gehören zu den am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen und kämpfen häufig darum, ein angemessenes Einkommen zu erzielen, das es ihnen ermöglicht, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und gleichzeitig ihre künstlerische Arbeit fortzusetzen.

 

Andererseits führt die prekäre Beschäftigungssituation vieler Künstler dazu, dass sie häufig in Teilzeit- oder Freelance-Jobs arbeiten müssen, die unzureichend bezahlt sind und wenig soziale Sicherheit bieten. Darüber hinaus haben die Auswirkungen der Pandemie die wirtschaftliche Lage vieler Kunstschaffender verschärft. Sie haben zu weiteren Einkommensverlusten geführt und die bereits bestehende finanzielle Schwierigkeiten vieler Künstlerinnen und Künstler verstärkt. Die prekäre wirtschaftliche Situation der Kunstschaffenden hat nicht nur persönliche Auswirkungen auf ihr Leben und ihre künstlerische Arbeit, sondern auch breitere gesellschaftliche Konsequenzen. Diese führt dazu, dass talentierte Künstlerinnen und Künstler möglicherweise gezwungen sind, ihre Berufung aufzugeben oder sich anderen Beschäftigungsmöglichkeiten zuzuwenden, was zu einem Verlust an kreativem Potenzial und kultureller Vielfalt in der Gesellschaft führen kann.

 

Um die wirtschaftliche Situation der Kunstschaffenden zu verbessern, wären Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen erforderlich. Dazu gehören die Schaffung von mehr öffentlichen Förderprogrammen für Kunst und Kultur, die Stärkung der Rechte und Arbeitsbedingungen von Künstlerinnen und Künstlern sowie die Förderung einer nachhaltigen und diversifizierten Wirtschaft, die die Kreativität und Innovation in allen Bereichen unterstützt. Dazu gibt es jedoch klare Empfehlungen seitens des BBK Bundesverbandes, mit dem von ihm publizierten „Leitfaden Honorare von 2022“. Einige Bundesländer haben bereits eine Ausstellungsvergütung beschlossen und andere sollten folgen.

Da wir als Kunst- und Kulturschaffende weder Waffen noch Traktoren besitzen, keine Züge oder Flugzeuge führen und nicht einmal zum Bodenpersonal gehören, geschweige denn zum Marburger Bund, ist die Verweigerung keine Option. Wir können nicht streiken. Was bleibt übrig? Menschenverstand und Menschenliebe, bewaffnet auf einer anderen Art und mit einer langfristigeren Wirkung. Bestenfalls über die Generationen hinaus. Wie z.B. in Form von Mahnmalen. Man denke über die Macht der Bilder nach….

 

Gerne möchte ich nun unseren Dank zum Ausdruck bringen. Zuerst an unseren Gastgeber, den Kunst- und Gewerbeverein Regensburg, mit dem uns bereits seit der Gründung des BBK eine tiefe Verbundenheit und enge Zusammenarbeit eint. Die GOK findet hier in diesen Räumen alle drei Jahre statt, zuvor war sie hier traditionell jährlich beheimatet. Danken möchten wir der Stadt Regensburg, respektive dem Kulturreferat, persönlich Herrn Wolfgang Dersch für seine Bereitschaft die Schirmherrschaft der Ausstellung zu übernehmen; hier vertreten durch Frau Maria Lang, Amtsleiterin des Kulturamts der Stadt Regensburg. Ein besonderer Dank geht an die Landrätin Frau Tanja Schweiger und das Kulturreferat des Landkreises Regensburg, sowie persönlich an Herrn Dr. Thomas Feuerer für die Förderung der Ausstellung – nicht zum ersten Mal und immer schnell, unkompliziert, und mit echtem Engagement für die Kunst und Kultur in der Region. Die konsequente Förderung der Ausstellung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sei hier ganz besonders erwähnt – ohne diese wären wir finanziell nicht in der Lage, so eine große Schau zeitgenössischer Positionen der regionalen Kunst zu präsentieren. In diesem Sinne überlasse ich nun Ihnen die Auseinandersetzung mit den Werken und vielfältigen Perspektiven in dieser Ausstellung! Den Kolleginnen und Kollegen wünsche ich viel Erfolg!

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